Rottweiler

Rottweiler

Fellfarbe:

Felltyp:

Felllänge:

Kurzhaar

kurz

FCI Gruppe: 2

FCI Standart Nummer: 147

Gewicht: 35 kg-60 kg

Größe: 56 cm-59 cm

Alter: 8-10

Ursprungsland: Deutschland


Beschreibung:

Rottweiler sind kräftige und muskulöse Hunde mit einem markanten Kopf und einem breiten Kiefer. Sie haben kurzes, dichtes, schwarzes Fell mit rotbraunen Abzeichen – dem sogenannten Brand. Die Augen sind mandelförmig und von mittlerer Größe, mit einer dunklen Farbe. Die Ohren sind hängend und dreieckig geformt.

Rottweiler sind in der Regel mittelgroß bis groß, mit einer Schulterhöhe von etwa 61 bis 68 cm bei Rüden und 56 bis 63 cm bei Hündinnen. Das Gewicht liegt zwischen 40 und 50 kg.

Insgesamt haben Rottweiler ein imposantes und kraftvolles Aussehen, das von vielen Menschen als beeindruckend empfunden wird.


Charakter / Wesen

Wesen und Training

Der Rottweiler hat ein freundliches und anhängliches Wesen und ist sehr arbeitsfreudig. Rottweiler sind intelligent, selbstsicher, aufmerksam und neigen zu territorialem Verhalten. Sie haben einen ausgeprägten Wach- und Schutzinstinkt. All das sollte im Training unbedingt berücksichtigt werden.

Es ist wichtig, Rottweiler frühzeitig an verschiedene Menschen, Tiere und Umweltreize zu gewöhnen. Eine frühe und umfassende Sozialisation hilft, Verhaltensprobleme und Unsicherheiten zu vermeiden.

Das Training eines Rottweilers sollte darauf abzielen, einen gut erzogenen und sozialisierten Hund zu fördern, der ein angenehmer und sicherer Begleiter ist. Da Rottweiler sehr aktiv sind, sollte ihnen eine artgerechte Bewegung und Beschäftigung geboten werden. Sie eignen sich für verschiedene Hundesportarten.

Rottweiler benötigen eine konsequente und gerechte Führung, die jedoch nicht hart sein sollte. Um einen Rottweiler angemessen halten und trainieren zu können, ist eine gewisse Erfahrung in der Hundehaltung und im Hundetraining erforderlich, so dass Rottweiler gut zu sportlichen, hundeerfahrenen Menschen passen.


Rassedisposition

Rasselisten

In einigen Ländern, Bundesländern und Regionen gibt es sogenannte Rasselisten, auf denen bestimmte Hunderassen aufgeführt sind, die als potenziell gefährlich angesehen werden. Diese Rassen können bestimmten Einschränkungen und Vorschriften unterliegen. Der Rottweiler gilt in einigen Bundesländern als sogenannter Listenhund.

Es ist wichtig zu betonen, dass die Einstufung eines Hundes als gefährlich oder potenziell gefährlich nicht automatisch bedeutet, dass der Hund tatsächlich gefährlich ist. Ein Rottweiler, der gut sozialisiert und erzogen ist, kann ein liebevoller und treuer Begleiter sein.

Es ist jedoch wichtig, dass alle Rottweilerhalter verantwortungsvoll handeln und sicherstellen, dass ihr Hund gut erzogen und sozialisiert ist, um das Risiko von unerwünschtem Verhalten oder Unfällen zu minimieren.

Welche Auflagen sind zu beachten?

In einigen Ländern und Regionen können für Rottweiler und andere als potenziell gefährlich eingestufte Hunde bestimmte Auflagen und Einschränkungen gelten. Diese Auflagen können je nach Land, Bundesland oder Gemeinde unterschiedlich sein. Folgende Auflagen sind möglich:

1. Maulkorbpflicht: In einigen Ländern und Regionen müssen Rottweiler und andere als potenziell gefährlich eingestufte Hunde in der Öffentlichkeit einen Maulkorb tragen.

2. Leinenzwang: In einigen Ländern und Regionen müssen Rottweiler und andere als potenziell gefährlich eingestufte Hunde immer an der Leine geführt werden, wenn sie in der Öffentlichkeit unterwegs sind.

3. Wesenstest: Mit einem Wesenstest werden die Verhaltenseigenschaften eines Hundes überprüft, um mögliche gefährliche Hunde zu erkennen.

4. Sachkundenachweis: In einigen Ländern und Regionen müssen Rottweilerhalter einen Sachkundenachweis erbringen, der belegt, dass sie über ausreichende Kenntnisse in der Haltung und Erziehung von Hunden verfügen.

5. Haltungserlaubnis: In einigen Ländern und Regionen dürfen Rottweiler erst nach Erhalt einer ordnungsbehördlichen Erlaubnis gehalten werden. Um die Erlaubnis zu erhalten können z. B. Sachkundenachweis, Führungszeugnis und Haftpflichtversicherung erforderlich sein.

Es ist wichtig, die Auflagen und Vorschriften für Rottweiler in der eigenen Region und möglichen Urlaubszielen zu kennen und sich daran zu halten, um Konflikte und Probleme zu vermeiden.


Neigungen Rassenbedingt

Rassetypische Krankheiten

Wie alle Hunderassen sind Rottweiler anfällig für bestimmte Krankheiten und gesundheitliche Probleme. Einige der möglichen Rottweiler-Krankheiten sind:

Hüftdysplasie: Dies ist eine genetisch bedingte Erkrankung, bei der sich das Hüftgelenk nicht richtig entwickelt und zu Schmerzen und Lahmheit führen kann.

Ellenbogendysplasie: Eine weitere genetisch bedingte Erkrankung, die zu Lahmheit und Schmerzen führen kann. Hierbei sind die Gelenke im Ellenbogenbereich betroffen.

Kardiomyopathie (DCM): Eine Herzkrankheit, die zu einer abnormalen Verdickung, Vergrößerung und Schwächung des Herzmuskels führt.

Aortenstenose: Eine Verengung der Aorta, die das Blutflussvolumen einschränken und zu Herzproblemen führen kann.

Leukoencephalomyelpathie (LEMP): Eine seltene neurologische Erkrankung, die bei Rottweilern und einigen anderen Hunderassen vorkommen kann. LEMP verursacht eine Schädigung des Nervensystems und führt zu einer fortschreitenden Lähmung und Schwäche der Gliedmaßen.

Progressive degenerative Polyneropathie (DPN): Ebenfalls eine neurologische Erkrankung, die bei einigen Rottweilern vorkommen kann. DPN ist eine progressive Erkrankung, die das periphere Nervensystem betrifft und zu Muskelschwäche, Atrophie und Lähmungen führen kann.

Entropium: Eine genetisch veranlagte Erkrankung, bei der sich das Augenlid nach innen dreht und die Augenoberfläche reizt.

Osteosarkom: Ein bösartiger Knochenkrebs, der häufig bei großen Hunderassen wie dem Rottweiler auftritt.

Es ist wichtig, dass Rottweiler regelmäßig von einem Tierarzt untersucht werden, um frühzeitig eventuelle gesundheitliche Probleme zu erkennen und zu behandeln. Eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und Aufmerksamkeit für Verhaltensänderungen können auch dazu beitragen, die Gesundheit zu erhalten.


Schon gewusst?

Kosten

Die Kosten für einen Rottweiler können durch verschiedene Faktoren wie z. B. Züchter, Alter, Region variieren. Je nach Züchter kann der Kaufpreis zwischen 800 und 2.000 Euro liegen. Es ist wichtig, sich vor dem Kauf eines Rottweilers über die Kosten für Futter, Tierarztbesuche, Training und andere Ausgaben im Klaren zu sein. Es ist auch ratsam, sich Zeit zu nehmen, um verschiedene Züchter zu recherchieren und kennenzulernen, um Gesundheit und eine gute Sozialisation des Hundes sicherzustellen.

Insbesondere die Kosten zur Auflagenerfüllung, für Hundesteuer und Haftpflichtversicherung sind unbedingt zu berücksichtigen. Da der Rottweiler in einigen Bundesländern und Regionen als „Listenhund“ gilt, sind dadurch oftmals erhöhte Steuersätze und Versicherungsbeiträge fällig.


Geschichte

Der Rottweiler gehört zu den ältesten Hunderrassen. Es wird angenommen, dass ihre Vorfahren römische Molosserhunde waren, die von den Römern im Zuge ihrer Eroberungszüge nach Deutschland gebracht wurden.

Namensgeber der Rottweiler ist die süddeutsche Stadt Rottweil, zu dessen bedeutendem Viehmarkt das Vieh von weit hergebracht wurde. Die Viehhändler und Metzger benötigten hierfür ausdauernde Hunde, die mit dem widerspenstigen Vieh umgehen konnten als auch beschützen und bewachen sollten. Sie wurden aber nicht nur als Wach-, Schutz- und Treibhund eingesetzt, sondern hatten auch die Aufgabe den Karren zu ziehen.

Im Laufe der Zeit verlor der Rottweiler seine ursprüngliche Funktion als Arbeitshund und wurde immer mehr als Familien- und Begleithund gehalten. Im Jahre 1910 wurden Rottweiler auch für den Einsatz als Diensthund bei Polizei und Militär anerkannt.

Allerdings gibt es auch negative Aspekte in der Geschichte der Rottweiler. In den 1990er Jahren kam es zu einer starken Zunahme von Rottweiler-Angriffen auf Menschen, was zu einer öffentlichen Diskussion über die potenzielle Gefährlichkeit der Rasse führte. Seitdem sind in vielen Ländern wie beispielsweise Deutschland bestimmte Auflagen für Rottweiler-Haltung festgelegt worden, um die Sicherheit von Mensch und Tier zu gewährleisten.


Haltung:

Fellpflege

Das Fell des Rottweilers besteht aus Deckhaar und Unterwolle und ist pflegeleicht. Regelmäßiges Bürsten ist natürlich dennoch erforderlich und vor allem im Fellwechsel notwendig.

Die Krallen sollten regelmäßig überprüft werden und bei Bedarf gekürzt werden. Auch Ohren und Zähne sollten in regelmäßigen Abständen kontrolliert, gereinigt und gepflegt werden.


Ernährung

Die Fütterung ist wichtig, um Gesundheit und Wohlbefinden zu erhalten. Es sollte ein qualitativ hochwertiges Futter gewählt werden, das alle Nährstoffe enthält, die der Rottweiler benötigt, um gesund zu bleiben. Mögliche Fütterungsarten wären beispielsweise Trocken-, Nass- oder BARF-Fütterung.

Da Rottweiler zu Übergewicht neigen, sollte das Futter an verschiedene Faktoren wie z. B. Aktivität, Alter und eventuelle Kastration angepasst und auch die Gabe von Leckerlis und Snacks berücksichtigt werden. Besonders im Hinblick auf mögliche Gelenkserkrankungen sollten Rottweiler möglichst schlank sein, um die Gelenkbelastung gering zu halten.

Außerdem sollte frisches, sauberes Wasser jederzeit zur Verfügung stehen.