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Bullmastiff

Bullmastiff

FCI Gruppe2
FCI Nummer157
UrsprungslandGroßbritannien
Lebenserwartung10–12 Jahre
FelltypKurzhaar
Felllängekurz
Fellfarben

Beschreibung

Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Bullmastiffs liegt normalerweise zwischen 8 und 10 Jahren. Es gibt jedoch individuelle Unterschiede und einige Bullmastiffs können auch länger leben, während andere möglicherweise kürzer leben.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Lebensdauer eines Bullmastiffs von verschiedenen Faktoren beeinflusst wird, einschließlich der genetischen Veranlagung, der Gesundheit, des Lebensstils, der Ernährung und der tierärztlichen Versorgung. Eine gute Pflege, regelmäßige tierärztliche Untersuchungen, eine ausgewogene Ernährung und angemessene Bewegung können dazu beitragen, die Gesundheit und Lebensdauer eines Bullmastiffs zu fördern.

Neigungen Rassenbedingt

Rassetypische Krankheiten


Wie viele große Hunderassen ist der Bullmastiff anfällig für bestimmte rassetypische Krankheiten und Gesundheitsprobleme. Hier sind einige der häufigsten Gesundheitsprobleme, die bei Bullmastiffs auftreten können:


Hüftdysplasie: Hüftdysplasie ist eine Erkrankung, bei der die Hüftgelenke des Hundes nicht richtig entwickelt sind. Dies kann zu Schmerzen, Lahmheit und Bewegungseinschränkungen führen.


Ellbogendysplasie: Ähnlich wie bei der Hüftdysplasie kann auch die Ellbogendysplasie bei Bullmastiffs auftreten. Es handelt sich um eine Erkrankung, bei der die Ellbogengelenke nicht richtig geformt sind, was zu Lahmheit und Schmerzen führen kann.


Herzprobleme: Bullmastiffs sind anfällig für verschiedene Herzkrankheiten, einschließlich dilatativer Kardiomyopathie (eine Erweiterung des Herzmuskels) und Herzklappenerkrankungen.


Augenprobleme: Einige Bullmastiffs können an Augenproblemen leiden, wie zum Beispiel Entropium (einrollende Augenlider), Ektropium (ausgeprägte hängende Augenlider) und progressive Retinaatrophie (eine degenerative Augenerkrankung, die zur Erblindung führen kann).


Atemprobleme: Aufgrund ihres kurzen Gesichtsschädels und ihrer flachen Nase können Bullmastiffs an Atemproblemen leiden, wie beispielsweise Schnarchen, Atemnot und Anfälligkeit für Hitzestress.


Magendrehung: Bullmastiffs haben eine tiefe Brust und ein breites Brustbein, was sie anfälliger für eine Magendrehung (auch als Magentorsion oder GDV bezeichnet) macht. Dies ist eine ernsthafte und potenziell lebensbedrohliche Erkrankung, bei der sich der Magen verdreht und abgeschnitten wird.


Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle Bullmastiffs zwangsläufig diese Gesundheitsprobleme entwickeln, aber sie sind mögliche Risiken. Eine verantwortungsvolle Zuchtpraxis, regelmäßige tierärztliche Untersuchungen und eine gesunde Lebensweise können dazu beitragen, das Risiko von Krankheiten zu minimieren und die allgemeine Gesundheit eines Bullmastiffs zu fördern. Es ist auch ratsam, sich beim Kauf eines Bullmastiff-Welpen an einen seriösen Züchter zu wenden, der sich um die Gesundheit der Rasse bemüht und geeignete Gesundheitstests durchführt.

Schon gewusst?

Welche Kosten für einen Bullmastiff?


Die Kosten für einen Bullmastiff können von mehreren Faktoren abhängen, wie z. B. dem Ruf des Züchters und dem Stammbaum des Hundes. Im Durchschnitt kann man damit rechnen, zwischen 1.000 und 2.500 Euro für einen gut gezüchteten Bullmastiff-Welpen zu zahlen. 


Man muss jedoch, in den Bundesländern mit Rasseliste, natürlich noch alle anderen Kosten beachten, die bei der Anschaffung zu berücksichtigen sind.  


In Deutschland beispielsweise müssen Besitzer von Listenhunden höhere Steuern zahlen als Besitzer anderer Hunderassen. Die Höhe der Steuer kann von Stadt zu Stadt unterschiedlich sein. In einigen Städten können die Steuern für einen Listenhund bis zu viermal höher sein als für andere Hunde. 


Außerdem müssen in Deutschland Besitzer von Listenhunden eine Haftpflichtversicherung abschließen, um ihre Haftpflicht gegenüber Dritten zu decken. Die Kosten für eine solche Versicherung können je nach Rasse des Hundes und Deckungsumfang variieren, aber im Allgemeinen sind sie weitaus höher als die Kosten für eine Haftpflichtversicherung für andere Hunderassen. 

Geschichte

Der Bullmastiff hat eine interessante Geschichte, die eng mit der Entwicklung des englischen Mastiffs und des Bulldogs verbunden ist. Die Rasse entstand im 19. Jahrhundert in England, als die Bedürfnisse nach einem zuverlässigen und mutigen Schutzhund für die Wildhüter während der Jagd auf Wilderer aufkamen.


Zu dieser Zeit gab es eine Zunahme von Wilderei in den großen Anwesen Englands und die Wildhüter benötigten einen Hund, der in der Lage war, Eindringlinge zu stoppen und gleichzeitig eine gewisse Zurückhaltung und Vorsicht gegenüber Menschen aufwies. Aus diesem Grund wurde der Bullmastiff als Kreuzung zwischen dem Englischen Mastiff und dem Bulldog gezüchtet.


Der Englische Mastiff brachte Größe, Kraft und Schutzinstinkt in die Kreuzung ein, während der Bulldog Wendigkeit, Ausdauer und eine gewisse Agilität beisteuerte. Das Ergebnis war eine Rasse, die stark genug war, um Eindringlinge zu überwältigen, aber auch die Fähigkeit hatte, zwischen Freund und Feind zu unterscheiden.


Ursprünglich als Gamekeeper's Night Dog (Nachtjagdhund des Wildhüters) bezeichnet, wurde der Bullmastiff bald bekannt und geschätzt für seine Fähigkeit, Wilderer zu stoppen und das Anwesen zu schützen. Im Jahr 1924 wurde der Bullmastiff vom Kennel Club in England als eigenständige Rasse anerkannt.

Ernährung

Das wichtigste für einen gesunden Hund ist die richtige Ernährung. So auch beim Bullmastiff. Ein besonderes Augenmerk sollte hier auf Fleisch gelegt werden. Denn dieses ist die wichtigste Proteinquelle für den Vierbeiner. Ein hoher Fleischanteil im Futter ist aus diesem Grund sehr zu empfehlen. Doch nicht nur der hohe Anteil ist von Bedeutung, sondern auch Herkunft und Qualität des Fleisches und aller weiterer Zutaten. 


Auch Gemüse und Obst gehören mit auf den Hunde-Speiseplan sowie Ballaststoffe und qualitativ hochwertige Fette. Beide liefern wertvolle Nährstoffe und Vitamine, die der Hund für ein langes und gesundes Leben benötigt.  


Unmengen an Getreide, Konservierungsstoffe, Süßungsmittel, chemische Produkte sowie weitere Zusatzstoffe sollten im Hundefutter auf keinen Fall enthalten sein. Optimal für die Ernährung des Bullmastiffs ist somit ein absolut naturbelassenes und getreidefreies Futter mit sehr hohem Fleischanteil.  


Die Portionen sollten bei jungen Hunden auf vier Mahlzeiten täglich verteilt werden. Erwachsene Hunde erhalten täglich zwei Mahlzeiten. Außerdem sollte auf ausreichend frisches Trinkwasser geachtet werden.