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Deutsche Dogge

Deutsche Dogge

FCI Gruppe2
FCI Nummer235
UrsprungslandDeutschland
Lebenserwartung8–10 Jahre
FelltypKurzhaar
Felllängekurz
Fellfarben

Beschreibung

Die Deutsche Dogge ist eine sehr große Hunderasse. Rüden können eine Schulterhöhe von 80 cm bis zu 90 cm erreichen, während Hündinnen zwischen 72 und 84 cm groß werden. Je nach Größe können sie bis zu 90 kg schwer werden.


Das Aussehen der Deutschen Dogge ist sehr muskulös und kräftig. Ihr Kopf ist groß und rechteckig, mit einer breiten Stirn und einem langen, starken Fang. Die Ohren der Deutschen Dogge sind mittelgroß, hoch angesetzt und hängend. Die Augen sind groß, mandelförmig und sollten möglichst dunkel sein. Durch die großen und langen Lefzen, neigen Deutsche Doggen zu Speichelfluss.


Deutsche Doggen haben ein kurzes und glattes Fell, das keinen Witterungsschutz bietet. Mögliche Fellfarben sind gelb, schwarz, blau sowie gelb/gestromt und weiß/schwarz/gefleckt. Schwarz-weiß gefleckte Rassevertreter werden als sogenannte Tigerdoggen bezeichnet.

Neigungen Rassenbedingt

Rassetypische Krankheiten


Deutsche Doggen können an verschiedenen gesundheitlichen Problemen leiden. Folgende Krankheiten können bei Deutschen Doggen auftreten:


• Dilatative Kardiomyopathie (DKM): DKM ist eine Herzerkrankung, die zu Herzvergrößerung und -schwächung führt.


• Hüftdysplasie (HD): Dies ist eine degenerative Erkrankung der Hüftgelenke, die zu Lahmheit und Schmerzen führen kann. HD ist häufig genetisch bedingt und wird oft beispielsweise durch Überbelastung, Übergewicht oder Fehlernährung verschlimmert.


• Ellenbogendysplasie (ED):
Ähnlich wie bei der Hüftdysplasie handelt es sich hierbei um eine degenerative Erkrankung der Ellenbogengelenke, die Lahmheit und Schmerzen verursachen kann.


• Osteochondrosis (OC):
Hierbei handelt es sich um eine Krankheit des Knochens und Knorpels. Bei Deutschen Doggen kann OC besonders häufig in den Schultergelenken, Ellenbogen, Knien und Sprunggelenken auftreten. Es kann zu Lahmheit, Schmerzen und Steifheit führen und kann in schweren Fällen zu Arthrose führen.


• Magendrehung: Dies ist eine lebensbedrohliche Erkrankung. Bei einer Magendrehung dreht sich der Magen des Hundes und führt zu einer Blockade des Magenausgangs und Blutflussstörungen. Die Magendrehung erfordert eine sehr schnelle Behandlung.


• Wobbler-Syndrom: Eine neurologische Erkrankung bei der sich der Wirbelkanal im Halsbereich verengt. Dies führt zu einer Kompression des Rückenmarks, die Lahmheit, Koordinationsprobleme und schwache Gliedmaßen verursacht.


• Osteosarkom: Osteosarkom ist eine aggressive Form von Knochenkrebs.


• Hypothyreose: Hypothyreose ist eine Erkrankung, bei der die Schilddrüse des Hundes nicht genug Schilddrüsenhormone produziert, was zu Müdigkeit, Gewichtszunahme und Haarausfall führen kann.


Regelmäßige Tierarztbesuche sind wichtig, um gesundheitliche Probleme zu erkennen und zu behandeln. Durch eine verantwortungsvolle Zucht und eine angemessene Haltung können viele dieser gesundheitlichen Probleme jedoch vermieden werden.

Schon gewusst?

Kosten


Die Kosten für eine Deutsche Dogge variieren je nach Züchter, Standort und Stammbaum. Im Allgemeinen können die Kosten zwischen 1.000 und 3.000 Euro betragen.


Auch die laufenden Kosten im Zusammenhang mit der Haltung einer Deutschen Dogge sollten berücksichtigt werden. Dazu gehören Tierarzt- und Futterkosten sowie wie weiteres Zubehör. Die jährlichen Kosten für die Haltung einer Deutschen Dogge können zwischen 1.500 und 2.500 Euro liegen.

Geschichte

Die Deutsche Dogge hat eine lange Geschichte, die bis in die Antike zurückgeht und an den Anfang des 16. Jahrhunderts lückenlos zurückverfolgt werden kann. Ursprünglich wurden jedoch alle großen und starken Hunde, die keiner bestimmten Rasse angehörten, als Doggen bezeichnet.


Zu den Aufgaben der Doggen gehörte vor allem die Jagd auf wehrhaftes Wild wie beispielsweise Wildschweine und Bären, weshalb sie auch als Hatzrüden, Saufänger oder Saupacker bezeichnet wurden.


Damals wurden starke, hochläufige Hunde aus England und Irland nach Deutschland eingeführt. Wie die Bezeichnung „dog“ vermuten lässt, ist das ursprüngliche Herkunftsland Deutscher Doggen demnach England. Dort entstanden sie aus Kreuzungen zwischen breiten Mastiffs und großen Irischen Wolfshunden. Die Hunde, die zu der Zeit noch als Englische Dogge oder Englischer Hund bezeichnet wurden, wurden in Deutschland seit Anfang des 17. Jahrhunderts gezüchtet. Seit Anfang des 18. Jahrhunderts wurden keine Hunde mehr aus England eingeführt.


Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Name nicht mehr als Herkunftsbezeichnung verstanden, sondern als Bezeichnung eines speziellen Hundetyps und -schlages. Es entstanden weitere Bezeichnungen wie z. B. Dänische Dogge und Ulmer Dogge, die oftmals auf die örtlichen Zuchtgebiete oder verschiedene Zuchtschläge zurückzuführen sind.


Die Dänische Dogge stammte aus Norddeutschland und hatte vorwiegend ein weiß-schwarz geflecktes Fell. Die Ulmer Dogge hingegen stammte aus dem süddeutschen Bereich. Dort setzte man eher auf gelbe und blaue Farbschläge. Außerdem war die Dänische Dogge im Gegensatz zu der Ulmer Dogge kleiner und leichter.


Die vielen Bezeichnung stifteten viel Verwirrung. 1880 wurde entschieden, dass alle Schläge unter der gemeinsamen Bezeichnung „Deutsche Dogge“ zusammengefasst werden. Der Name konnte sich aber erst nach und nach durchsetzen. Bis heute ist die Deutsche Dogge in anderen Ländern auch als Great Dane („Großer Däne“) bekannt.


1888 wurde in Berlin der Deutsche Doggen-Club als erster Rassezuchtverein für Hunde in Deutschland gegründet.

Ernährung

Die Fütterung von Deutschen Doggen sollte ausgewogen und gesund sein. Es sollte ein qualitativ hochwertiges Futter gefüttert werden, das alle Nährstoffe enthält, die die Deutsche Dogge benötigt, um gesund zu bleiben. Mögliche Fütterungsarten wären beispielsweise Trocken-, Nass- oder BARF-Fütterung.


Besonders im Hinblick auf mögliche Gelenkserkrankungen sollten Deutsche Doggen kein Übergewicht haben, um die Gelenkbelastung gering zu halten.


Außerdem sollte frisches, sauberes Wasser jederzeit zur Verfügung stehen.