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Mastiff

Mastiff

FCI Gruppe2
FCI Nummer264
UrsprungslandGroßbritannien
Lebenserwartung10–12 Jahre
FelltypKurzhaar
Felllängekurz
Fellfarben

Beschreibung

Der Mastiff ist eine große und imposante Hunderasse mit einem kräftigen und muskulösen Körperbau. Hier sind einige Merkmale, die das Aussehen eines typischen Mastiffs beschreiben:

Körperbau: Der Mastiff hat einen massiven und breiten Kopf mit einer kurzen Schnauze. Die Stirn ist in der Regel leicht gewölbt. Die Augen sind dunkel und von mittlerer Größe. Die Ohren sind mittelgroß, V-förmig und hängend. Der Hals ist kräftig und muskulös. Der Rücken ist gerade und stark. Die Brust ist tief und breit, und die Rippen sind gut gewölbt. Die Rute ist hoch angesetzt und wird normalerweise gerade getragen.


Gesamterscheinung: Der Mastiff strahlt Stärke, Kraft und Würde aus. Trotz seiner Größe soll er eine harmonische und ausgeglichene Erscheinung haben. Seine Bewegungen sind fließend und kraftvoll.

Neigungen Rassenbedingt

Rassetypische Krankheiten


1. Hüftdysplasie: Hüftdysplasie ist eine Erkrankung, bei der die Hüftgelenke nicht richtig geformt sind. Es kann zu Schmerzen, Lahmheit und Arthritis führen. Hüftdysplasie ist eine genetisch bedingte Erkrankung und kann bei Mastiffs relativ häufig vorkommen.


2. Ellenbogendysplasie: Ähnlich wie bei der Hüftdysplasie können auch die Ellenbogengelenke von Mastiffs von Dysplasie betroffen sein. Es kann zu Lahmheit, Schmerzen und Arthritis führen.


3. Herzerkrankungen: Mastiffs sind anfällig für verschiedene Herzerkrankungen wie Dilatative Kardiomyopathie (DKM) und Aortenstenose. Diese Erkrankungen können zu Herzinsuffizienz und anderen Symptomen führen.


4. Magendrehung (Torsion):
Mastiffs haben aufgrund ihrer tiefen Brust ein erhöhtes Risiko für eine Magendrehung oder Magentorsion. Dieser Notfallzustand kann lebensbedrohlich sein und erfordert sofortige tierärztliche Behandlung.


5. Krebs: Mastiffs haben eine höhere Prädisposition für bestimmte Krebsarten wie Mastzelltumore und Knochenkrebs (Osteosarkom).


6. Entropium: Entropium ist eine Augenerkrankung, bei der das Augenlid nach innen rollt. Dies kann zu Reizungen und Verletzungen des Auges führen.


7. Hypothyreose: Hypothyreose ist eine Schilddrüsenunterfunktion, die bei einigen Mastiffs auftreten kann. Sie kann zu Gewichtszunahme, Hautproblemen und vermindertem Energielevel führen.

Schon gewusst?

Welche Kosten für einen Mastiff?


Die Kosten für einen Mastiff können von mehreren Faktoren abhängen, wie z. B. dem Ruf des Züchters und dem Stammbaum des Hundes. Im Durchschnitt kann man damit rechnen, zwischen 1.000 und 2.500 Euro für einen gut gezüchteten Mastiff-Welpen zu zahlen.  
  


Man muss jedoch, in den Bundesländern mit Rasseliste, natürlich noch alle anderen Kosten beachten, die bei der Anschaffung zu berücksichtigen sind.   
  


In Deutschland beispielsweise müssen Besitzer von Listenhunden höhere Steuern zahlen als Besitzer anderer Hunderassen. Die Höhe der Steuer kann von Stadt zu Stadt unterschiedlich sein. In einigen Städten können die Steuern für einen Listenhund bis zu viermal höher sein als für andere Hunde.  
  


Außerdem müssen in Deutschland Besitzer von Listenhunden eine Haftpflichtversicherung abschließen, um ihre Haftpflicht gegenüber Dritten zu decken. Die Kosten für eine solche Versicherung können je nach Rasse des Hundes und Deckungsumfang variieren, aber im Allgemeinen sind sie weitaus höher als die Kosten für eine Haftpflichtversicherung für andere Hunderassen.  

Geschichte

Die Geschichte des Mastiffs reicht sehr weit zurück und es gibt verschiedene Theorien über seine Ursprünge. Es wird angenommen, dass die Rasse ihren Ursprung in Großbritannien hat.


Bereits in der Antike gab es große Molosser-Hunde, von denen angenommen wird, dass sie zu den Vorfahren des Mastiffs gehören. Diese Hunde wurden von den Assyrern, Phöniziern, Römern und anderen alten Kulturen als Kriegshunde und zum Bewachen von Eigentum eingesetzt.


Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Mastiff in England weiterentwickelt. Im Mittelalter wurde er von Adligen für die Jagd auf Wildtiere wie Bären, Wölfe und Hirsche eingesetzt. Mastiffs waren auch als Wachhunde an königlichen Höfen beliebt und wurden zur Verteidigung von Schlössern und Ländereien eingesetzt.


Während der Zeit der Rassenvermischung im 19. Jahrhundert wurde der Mastiff mit anderen Hunden gekreuzt, um bestimmte Eigenschaften zu verbessern. Unter anderem wurden der Bloodhound und der Bulldog in die Zucht einbezogen. Dadurch erhielt der Mastiff sein heutiges Erscheinungsbild und seine charakteristischen Merkmale.


Der Mastiff gewann auch an Beliebtheit als Begleit- und Familienhund. Heute wird er oft als freundlicher und sanfter Riese beschrieben, der für seine Loyalität und Ruhe bekannt ist.


Die Rasse hat im Laufe der Zeit verschiedene Höhen und Tiefen erlebt. Insbesondere während der Weltkriege wurde der Bestand stark dezimiert. Dank der Bemühungen engagierter Züchter konnte der Mastiff jedoch erhalten und wieder aufgebaut werden.

Ernährung

Das Wichtigste für einen gesunden Hund ist die richtige Ernährung. So auch beim Mastiff. Ein besonderes Augenmerk sollte hier auf Fleisch gelegt werden. Denn dieses ist die wichtigste Proteinquelle für den Vierbeiner. Ein hoher Fleischanteil im Futter ist aus diesem Grund sehr zu empfehlen. Doch nicht nur der hohe Anteil ist von Bedeutung, sondern auch Herkunft und Qualität des Fleisches und aller weiterer Zutaten.  
  


Auch Gemüse und Obst gehören mit auf den Hunde-Speiseplan sowie Ballaststoffe und qualitativ hochwertige Fette. Beide liefern wertvolle Nährstoffe und Vitamine, die der Hund für ein langes und gesundes Leben benötigt.   
  


Unmengen an Getreide, Konservierungsstoffe, Süßungsmittel, chemische Produkte sowie weitere Zusatzstoffe sollten im Hundefutter auf keinen Fall enthalten sein. Optimal für die Ernährung des Mastiffs ist somit ein absolut naturbelassenes und getreidefreies Futter mit sehr hohem Fleischanteil.   
  


Erwachsene Hunde erhalten täglich zwei Mahlzeiten. Außerdem sollte auf ausreichend frisches Trinkwasser geachtet werden.