Portugiesischer Wasserhund

Portugiesischer Wasserhund

Fellfarbe:

Felltyp:

Felllänge:

Langhaar

lang

FCI Gruppe: 8

FCI Standart Nummer: 37

Gewicht: 16 kg-27 kg

Größe: 43 cm-57 cm

Alter: 12-15

Ursprungsland: Portugal


Beschreibung:

Der portugiesische Wasserhund ist eine mittelgroße bis große Rasse und hat ein charakteristisches lockiges oder gewelltes Fell, das meist schwarz, weiß oder braun ist. Es gibt auch mehrfarbige Varianten, bei denen das Fell gefleckt oder getigert ist. Sie haben eine robuste, muskulöse Statur mit einer Schulterhöhe von etwa 43 bis 57 cm bei Rüden und 43 bis 52 cm bei Hündinnen. Das Gewicht des portugiesischen Wasserhundes variiert je nach Geschlecht und Größe. Rüden haben in der Regel ein Gewicht von 19 bis 27 kg, während Hündinnen etwas leichter sind und zwischen 16 bis 23 kg wiegen.

Ihr Kopf ist im Verhältnis zum Körper relativ groß und hat eine rechteckige Form mit abgerundeten Ecken. Die Ohren sind tief angesetzt, hängend und mittelgroß.


Charakter / Wesen

Der Portugiesische Wasserhund hat eine lange, breite Schnauze und dunkle, ovalförmige Augen mit einem freundlichen Ausdruck. Seine Vorderbeine sind gerade und kräftig, während ihre Hinterbeine muskulös und leicht gewinkelt sind. Die Rute ist hoch angesetzt und wird gerade oder leicht nach oben gebogen getragen.

Typische Wasserhunde haben evolutionsbedingt Schwimmhäute zwischen den Zehen.

Insgesamt hat der portugiesische Wasserhund ein elegantes und athletisches Aussehen, das seine ursprüngliche Verwendung als Arbeits- und Nutzhund widerspiegelt.

Eigenschaften des portugiesischen Wasserhundes

Der portugiesische Wasserhund hat eine lange Geschichte als Arbeits- und Nutzhund und diese Arbeitslust ist immer noch ein wichtiger Bestandteil seiner Persönlichkeit. Sie sind gerne aktiv und beschäftigt und lieben es, Aufgaben auszuführen.

Er ist eine intelligente Rasse, die schnell lernt und leicht zu trainieren ist. Sie sind sehr anpassungsfähig und können sich an viele verschiedene Umgebungen und Situationen anpassen.

Der Wasserhund geht in der Regel gut mit Menschen und anderen Hunden um. Sie sind bekannt dafür, eine enge Bindung zu ihren Besitzern aufzubauen und sind gerne in ihrer Nähe.

Er zählt zu den aktiven Rassen und benötigt regelmäßige Bewegung und körperliche Aktivität. Sie sind gerne draußen und lieben es zu schwimmen, zu rennen und zu spielen.

Der portugiesische Wasserhund ist eine hypoallergene Rasse, was bedeutet, dass er weniger Allergene produziert als andere Hunde und daher für Menschen mit Allergien geeignet sein kann.


Neigungen Rassenbedingt

Rassetypische Krankheiten

Wie bei jeder Rasse sind auch beim portugiesischen Wasserhund bestimmte rassetypische Krankheiten bekannt. Hier sind einige der häufigsten:

1. Hüftdysplasie: Hüftdysplasie ist eine häufige Erkrankung bei großen Hunderassen und betrifft auch den Portugiesischen Wasserhund. Es handelt sich um eine angeborene Entwicklungsstörung der Hüftgelenke, die zu Arthritis und Schmerzen führen kann.

2. Progressive Retinaatrophie: Progressive Retinaatrophie (PRA) ist eine erbliche Augenerkrankung, die bei vielen Hunderassen auftritt. Es handelt sich dabei um eine fortschreitende Degeneration der Netzhaut, die zur Erblindung führen kann.

3. Juvenile dilatative Kardiomyopathie: Dies ist eine seltene, aber schwerwiegende Herzerkrankung, die bei jungen Hunden auftreten kann. Es handelt sich dabei um eine Erweiterung des Herzmuskels, die zu Herzinsuffizienz und plötzlichem Herztod führen kann.

4. Addison-Krankheit: Die Addison-Krankheit, auch als Hypoadrenokortizismus bekannt, ist eine Erkrankung der Nebennierenrinde, die zu einer Unterproduktion von Hormonen führen kann. Symptome können Lethargie, Erbrechen und Durchfall sein.

5. GM1-Gangliosidose: GM1-Gangliosidose ist eine erbliche Stoffwechselerkrankung, die beim portugiesischen Wasserhund auftritt. Es handelt sich dabei um eine Abnormalität im Abbau von GM1-Gangliosid, die zu einer Schädigung des zentralen Nervensystems führen kann.


Schon gewusst?

Welche Kosten für einen portugiesischen Wasserhund?

Der Preis für einen portugiesischen Wasserhund kann je nach Züchter, Standort und anderen Faktoren variieren. In der Regel kostet ein Welpe von einem seriösen Züchter zwischen 1.500 und 3.000 Euro.

Es ist wichtig zu beachten, dass der Preis für einen Welpen nicht immer ein Indikator für die Qualität des Hundes ist. Ein seriöser Züchter wird seine Hunde auf genetische Erkrankungen und andere Gesundheitsprobleme untersuchen und sicherstellen, dass sie gut sozialisiert und für die Aufnahme in eine Familie bereit sind.


Geschichte

Der portugiesische Wasserhund (auch bekannt als Cão de Água Português) stammt aus Portugal und hat eine lange Geschichte, die mindestens bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht.

Ursprünglich wurde der Portugiesische Wasserhund als Arbeits- und Hütehund für Fischer verwendet, um Boote zu begleiten, Netze einzuziehen und sogar Nachrichten von einem Boot zum anderen zu übermitteln. Sie waren auch für ihre Fähigkeit bekannt, verlorene Gegenstände im Wasser aufzuspüren und sie zurückzubringen.

Im 20. Jahrhundert war der Bestand des portugiesischen Wasserhunds in Portugal jedoch stark zurückgegangen und die Rasse war fast ausgestorben. Einige wenige Züchter und Enthusiasten bemühten sich jedoch, die Rasse zu erhalten und wiederherzustellen. In den 1930er Jahren wurde der erste Standard für den Portugiesischen Wasserhund festgelegt und in den 1950er Jahren wurden die ersten Hunde in die USA importiert.

Heute ist der Portugiesische Wasserhund als Familien- und Begleithund aufgrund seiner freundlichen, intelligenten und verspielten Natur sehr beliebt. Sie sind auch in verschiedenen Bereichen wie der Rettungshundearbeit, im Agility und im Obedience erfolgreich.


Haltung:

Fellpflege

Der Portugiesische Wasserhund hat ein lockiges oder gewelltes Fell, das regelmäßige Pflege erfordert, um es sauber und gesund zu halten. Hier sind einige Tipps zur Fellpflege:

1. Bürsten: Das Fell des portugiesischen Wasserhundes muss regelmäßig gebürstet werden, um Verfilzungen und Matten zu entfernen. Es sollte eine Bürste mit weichen Borsten oder ein Kamm, der speziell für lockiges Haar entwickelt wurde, verwendet werden.

2. Kürzen: Das Fell um die Augen, Ohren und Pfoten sollte regelmäßig gekürzt werden, um Verfilzungen und Schmutzansammlungen zu vermeiden.

3. Entfernen von Verfilzungen: Verfilzungen können mit einem Entwirrungsspray und den Fingern oder einem Kamm gelöst werden. Das Schneiden von Verfilzungen sollte vermieden werden, da dies das Fell beschädigen kann.

4. Haarschnitt: Das Fell des portugiesischen Wasserhundes kann regelmäßig geschnitten werden, um es kurz und pflegeleicht zu halten.

Der portugiesische Wasserhund im Training

Insgesamt sind portugiesische Wasserhunde aufgrund ihrer Intelligenz und ihrem Arbeitswillen leicht zu trainieren, wenn man Geduld, Konstanz und positives Verstärkungstraining anwendet.    

Indem man dem Hund klare Anweisungen und ihm regelmäßiges Training und Sozialisierung gibt, können man sicherstellen, dass er sich zu einem gut erzogenen und glücklichen Begleiter entwickelt.   

Je früher man mit dem Training beginnt, desto einfacher wird es für ihn sein, neue Fähigkeiten zu erlernen und sich an Regeln zu halten.  Am besten trainiert man mehrmals tägliche kurze Intervalle von 5 bis 10 Minuten. So lernen Hunde am besten und man überfordert sie nicht.   

Beim Training eines Hundes gilt es natürlich auch, viel Geduld und Ausdauer aufzubringen. Man sollte dem Hund immer genug Zeit geben, Neues zu erlernen. 


Ernährung

Hochwertiges Hundefutter: Es sollte ein hochwertiges Hundefutter gewählt werden, welches alle Nährstoffe abdeckt.

Fütterungszeit: Der portugiesische Wasserhund sollte regelmäßig zur gleichen Zeit am Tag gefüttert werden, um eine gesunde Routine zu etablieren und Verdauungsprobleme zu vermeiden.

Menge: Es sollte nicht zu viel oder zu wenig Futter gegeben werden. Die richtige Menge hängt von Faktoren wie Alter, Gewicht, Aktivitätsniveau und Stoffwechselrate ab.

Wasser: Es sollte immer genügend frisches Wasser zur Verfügung stehen, um den Boxer hydratisiert zu halten.

Snacks: Man sollte auf gesunde Snacks, wie z.B. Karotten, Äpfel oder getrocknetes Fleisch, achten. Menschliche Nahrungsmittel, die für Hunde ungeeignet sind sollten vermieden werden. Bei Knochen muss man darauf achten, dass sie nicht splittern

Nahrungsergänzungsmittel: Bei Bedarf können Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamine und Mineralien, Omega-3-Fettsäuren oder Gelenkunterstützungsmittel hinzugefügt werden. Man sollte jedoch immer erst einen Tierarzt konsultieren, bevor man irgendwelche Nahrungsergänzungsmittel füttert.